28.09.2010
BMW 325i Challenge 2010 – Das große Finale in Monza (I)
MARKO KLEIN #101 kommt mit dem Meistertitel in der Gruppe N für das sportfahrer.at-ZaWotec-Racing-Team aus Italien zurück
Hochspannung bis zur letzten Runde und Gesamtsieg für den Newcomer & sportfahrer.at-Chefinstruktor Marko Klein
Eigentlich sah es im freien Training so gar nicht danach aus als könnte, der seit Beginn der Saison in Führung liegende, Marko Klein vorne mitmischen. Die Zeiten und vor allem der Top Speed so mancher Konkurrenten lagen da auf trockener Strecke ziemlich nah an denen der stärkeren Gruppe A. Marko Klein hatte daher auf den langen Geraden, trotz eines von ZaWotec perfekt abgestimmten und auf regelkonforme Leistung optimierten Autos, im wahrsten Sinne des Wortes „das Nachsehen“. Blieb nur auf ein Wunder zu hoffen….oder Regen…und der setzte dann, rechtzeitig vor dem Qualifying, auch ein! Der Steirer und „Techniker“ Marko Klein sicherte sich Position zwei für den Start in Rennen 1, knapp hinter Hauptkonkurrent Walleit.
Souveräner Sieg für den Meisterschaftsführenden Marko Klein in Rennen 1
Auf Grund des knappen Vorsprungs in der Punktewertung war die Strategie diesmal klar, wenn auch nicht gerade einfach: Laufsieg und maximale Punkte holen und hoffen dass der Regen hält! Gesagt getan! Die Strecke blieb nass und technisch extrem anspruchsvoll. Marko Klein war in seinem Element auf dem traditionsreichen Kurs von Monza: Bereits in der Anfangsphase des Rennens konnte er Walleit in der Parabolica „auf der Bremse“ überholen und ab dann deutlich auf Distanz halten um, mit sicherem Abstand, als klarer Sieger über die Ziellinie zu gehen und entscheidende Meisterschaftspunkte zu sammeln.
Marko Klein lässt sich im zweiten Rennen auch durch fragwürdige Attacken nicht aus der Ruhe bringen und fixiert den Meistertitel
Wie in der BMW Challenge üblich, ging das Führungsfeld in gestürzter Reihenfolge an den Start. Marko Klein als Sieger des 1.Rennens startete somit von Position Acht, hinter Christian Walleit und Astrid Waldmann im Drexler VIP-Car auf P6. Dass man sich „unter Freunden“ gerne Mal hilft, Waldmann Walleit vorbeiziehen ließ und Klein blockte mag zwar sportlich grenzwertig sein, aber noch einigermaßen verständlich. Was dann folgte hat im Motorsport absolut nichts zu suchen und sorgte für großes Unverständnis im Fahrerlager: Der im zweiten Lauf von Position zwei, im Leih-BMW von Michael Steffny, gestartete Gastfahrer Andreas Fojtik stieg nach der Parabolica plötzlich unmotiviert voll auf die Bremse, was in Kombination mit dem Umstand, dass die Bremslichter nicht funktionierten, in einen bösen Unfall hätte münden können. Marko Klein konnte mit seiner Routine das Schlimmste verhindern und sein Auto auf der Strecke halten.
Möglicherweise hatte Fojtik, für den es in dem Rennen eigentlich um nichts ging, eine andere Mission zu erfüllen, den anders ist es schwer zu erklären, dass er, nach der erfolglosen Bremsattacke, versuchte in der nächsten Runde Marko Klein nach der 1. Schikane von der Strecke zu drängen, um letztendlich selbst im Aus zu landen. Marko Klein verlor dadurch zwar den Anschluss an die Führungsgruppe, konnte sich aber dann, in bewährter Manier, Runde für Runde nach vorne kämpfen um letztendlich mit dem dritten Platz hinter Walleit und dem Überraschungssieger Sascha Halek die entscheidenden Punkte für den Meisterschaftsgewinn zu sichern.
Etwas unglücklich verlief die letzte Begegnung der Saison mit Hauptkonkurrent Walleit, der Marko Klein in der Auslaufrunde des 2.Rennens hinten auffuhr als dieser gerade Sascha Halek zum Sieg gratulierte.
Mit Interesse wird auch das Ergebnis der Überprüfung des Fahrzeugs von Walleit abgewartet, das, nach Protest des sportfahrer.at-ZaWotec-Racing-Teams“, von der OSK verplombt wurde und im Laufe der nächsten Tage untersucht wird.
Das VBOX-Lite-Onboard-Video zum Verlauf des zweiten Rennens: Video
Der BMW Challenge-Newcomer, der sich nach dem Rennen in Monza auch über den Meistertitel freuen durfte und die Gesamtführung seit dem ersten Rennen nie abgegeben musste: “Es war eine spannende und auch sehr lehrreiche Saison 2010 für das Team und mich. Wir haben alle sehr hart und konsequent an dem Erfolg gearbeitet und trotz mancher Rückschläge hat es nie an der nötigen Motivation gefehlt, gemeinsam den Titel zu holen. Darüber freue ich mich sehr und ich möchte daher Allen danken die uns das ganze Jahr über so tatkräftig unterstützt haben. Von ZaWotec angefangen die dafür gesorgt haben dass ich mit einem siegtauglichen Auto an den Start gehen konnte, über das Team, das für einen professionellen Auftritt gesorgt hat und dass Alles reibungslos funktioniert, bis hin zu Familie und Freunden die mich schon seit Jahren unterstützen. Und natürlich auch bei den Sponsoren ohne deren Support Motorsport ein schwer finanzierbares Unterfangen wäre!“ .
Die Saison 2010 und der Gesamtsieg der Gruppe N der BMW Challenge ist sicher eines der motorsportlichen Highlights in der Karriere des Motorsportler Marko Kleins, aber sicher nicht das letzte wie es aussieht:“2010 haben wir gesehen dass wir in der Lage sind auch sehr ambitionierte Ziele zu erreichen und wir freuen uns schon auf 2011! Pläne haben wir da schon einige!“
Genaues wird noch nicht verraten, aber es bleibt auf jeden Fall spannend im und rund ums „sportfahrer.at-ZaWotec-Racing-Team“
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