01.08.2010
BMW 325i Challenge 2010 – 6. Wertungsrennen, Slovakia Ring
MARKO KLEIN #101 mit einem zweiten und einem dritten Platz weiter Gesamtführender der Gruppe N
Wenig Glück für Marko Klein im Qualifying, zurückgereiht auf Platz elf
Mit einem perfekt abgestimmten Auto und neuem Getriebe fuhr das „sportfahrer.at-ZaWo tec-Racing-Team“ und sein Fahrer Marko Klein am Samstag sehr zuversichtlich Richtung Dunajska Streda zum Slovakia Ring. Lediglich die Rundenzeiten passten dann so gar nicht zur hohen Erwartungshaltung. Nachdem Marko Klein trotz technisch perfekt gefahrener Runden weit von seinen eigenen Bestzeiten entfernt blieb und das Qualifying letztendlich auf Position sechs beendete, schlich sich kurz Ratlosigkeit in der Box ein.
Das Marko Klein wegen „schnellster Sektorzeit unter gelber Flagge“, ohne Überholen, oder Auffahren auf den Vordermann, etc., von der Rennleitung um 5 Positionen auf Startplatz 11 zurückversetzt wurde, war dann nur mehr das Tüpfelchen auf dem „i“, noch dazu wo in den Videos eindeutig erkennbar war, dass die Streckenposten im betroffenen Sektor eindeutig KEIN GELB angezeigt hatten und Marko Klein, sowie 4 weitere Fahrer gar nicht erkennen konnten, dass sie eigentlich „unter gelb“ waren.
Doch weder Marko Klein, noch die Jungs von ZaWo tec kann so etwas lange erschüttern und man einigte sich fürs Rennen das Dämpfer-Set-Up zu ändern, da hier die Ursache für die fehlenden Sekunden angenommen wurde.
TOP-Leistung von Marko Klein im 1.Rennen – Als Sieger über die Ziellinie, dennoch „nur“ als Zweiter gewertet
Gleich in der zweiten Runde konnte sich Marko Klein bis auf Platz sechs Vorkämpfen, bevor das Rennen wegen Öl auf der Strecke nach drei Runden unterbrochen werden musste. Nachdem die Strecke gereinigt war, wurde das Rennen mit einem Neustart fortgesetzt. Innerhalb kürzester Zeit konnte sich Marko Klein an die Spitze setzten und innerhalb von 25 Sekunden mit einem beeindruckenden aber absolut fairen Manöver gleich vier vor ihm liegenden Fahrer überholen. In einem seiner besten Rennen in der BMW Challenge 2010 konnte er diese Position über die gesamte Distanz halten und passierte als (vermeintlicher) Sieger die Ziellinie.
Leider war der Jubel über den ersten Platz etwas verfrüht, wie sich zur Überraschung Aller herausstellte, denn für die Wertung des Rennens wurden die Zeiten VOR und NACH dem Abbruch addiert und daraus das Gesamtergebnis, inklusive Pacecarrunde, errechnet, was letztendlich bedeutete: Platz 2 für Marko Klein, um 2/10-tel hinter Hauptkonkurrent Christian Walleit. Ärgerlich daran war der Umstand, dass man in der 30-minütigen Unterbrechungspause vergessen hatte die in der Boxengasse wartenden Fahrer von dieser Regelung direkt zu informieren. Zwar ist die OSK ihrer Informationspflicht lt. FIA Reglement durch den Aushang des Ergebnisses des „1st Heat“ im Schaukasten bei Racecontrol nachgekommen, aber man hätte sich einerseits viele Diskussionen im Nachhinein erspart und andererseits auch den Teams die Möglichkeit eingeräumt eine andere Strategie zu verfolgen, die neben dem Erreichen der Pole Position auch ein „auf Zeit“ fahren beinhaltet hätte, wenn die Information klarer kommuniziert worden wäre.
Marko Klein als Dritter im taktisch perfekt gefahrenen 2. Rennen weiter Führender der Gesamtwertung
Das zweite Rennen wurde, wie in dieser Rennserie üblich, in gestürzter Startaufstellung der ersten Acht aus dem ersten Rennen gestartet. Marko Klein kämpfte sich vom siebenten Startplatz Runde für Runde nach vorne und konnte sich relativ rasch auf die Pole setzten. Das Hauptziel in diesem Lauf war jedoch die Gesamtführung nicht zu gefährden und das Rennen auf jeden Fall vor Christian Walleit, dem Gesamtzweiten, zu beenden.
Marko Klein ließ sich daher erst gar nicht lange auf Zweikämpfe mit Patrick Stimmeder und Martin Jakubowicz ein, sondern achtete darauf seinen Hauptkonkurrenten um den Meistertitel „auf Distanz“ zu halten. Die Rechnung ging auf und Marko Klein sicherte sich mit einem nie wirklich gefährdeten dritten Platz hinter Jakubowics und Stimmeder genügend Punkte um in der Gesamtwertung vorne zu bleiben. Im Gegensatz zum Qualifying wo peinlichst genau auf Sektorzeiten geachtet wurde, störte es die Rennleitung im zweiten Rennen nicht, dass Marko Kleins Verfolger Walleit unter gelb weiterhin sehr ambitioniert unterwegs war und dabei sogar von der Strecke abkam, was man aber offensichtlich nicht als „pushen“ interpretiert hat.
Insgesamt ein sehr spektakuläres Rennwochenende mit einigen Ups & Downs und mit viel Lerneffekt, an dem sich jedoch auch eindeutig bewiesen hat: „Das Auto läuft perfekt, Marko hat den BMW fahrtechnisch voll im Griff und das „sportfahrer.at-ZaWo tec-Racing-Team“ und Marko Klein sehen zuversichtlich dem nächsten Rennen am Pannonia Ring entgegen. Die Devise lautet dann auf jeden Fall: „Ausbau der Gesamtführung!“
Das nächste Rennen: 28. August Pannonia Ring/H
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