HOTLAPS

FORD MUSTANG GT CONVERTIBLE 5.0 V8 (2018)

KURZCHARAKTERISTIK

Man kann den Mustang getrost als Ikone bezeichnen! Denn, wenn man an amerikanische Autos denkt, dann kommt er einem unweigerlich als Begründer der sogenannten"Pony Cars" in den Sinn. Auch wenn man, speziell in Europa, bei 450 PS sicherlich eher geneigt ist an ein "Muscle Car" zu denken. 

 

TECHNIK

Motor / Zylinder / Hubraum: Benzin / V8 / 5.038 ccm

Nennleistung: 450 PS bei 7.000 rpm

Max. Drehmoment: 530 Nm bei 4.600 rpm

Antrieb / Getriebe: Heck / 10-Gang-A - Schaltwippen

Leergewicht (DIN): 1.820 kg

Leistungsgewicht: 4,04 kg/PS

Reifen: FALKEN Azenis FK510   H: 275/35 ZR20

                                                     V: 255/35 ZR20

 

FAHRLEISTUNGEN (WERKSANGABEN)

Topspeed: 250 km/h abgeregelt

0-100 km/h: 4,8 sec

 

LISTENPREIS

Testwagen: EUR 84.000,--

 

TESTBEDINGUNGEN

Wetter: 17°, trocken

Wagenbesetzung Personen: 2

 

TESTWERTE

Rundenzeit Pannonia Ring: 2:16,5 min

Topspeed: 210 km/h

 

 

ABWEICHUNGEN ZUR SERIE

Premium Paket

20" Felgen 

HOTLAP PANNONIA RING

MARKOS

STATEMENT

Beim Ford Mustang GT Cabrio handelt es sich sicherlich nicht unbedingt um ein Track-Tool im eigentlichen Sinne. Trotzdem war ich gespannt wie sich das Auto auf der Rennstrecke fährt, denn ein Saugmotor mit 450 PS aus einem 5 Liter V8 klingt einerseits nach viel Spaß, andererseits gehört der Mustang zu jenen Autos die sich im Vorfeld schwer einschätzen lassen, was ihre Performance auf der Rennstrecke betrifft.

 

Ein Druck auf den Startknopf verrät: Von Downsizing und Zwangsbeatmung hält der 5.0 GT wenig und quittiert die Entscheidung für den V8 mit einem herrlichen Motorsound, der aus dem Vollen schöpft.

Auch sonst macht er eine gute Figur auf der Rennstrecke: er überrascht positiv mit einem neutralen Handling und einer verwindungssteifen Karosserie. Auch die Bremsen haben keine Probleme mit dem 1,8 Tonnen Cabrio, lassen sich gut dosieren und packen ordentlich zu. Lediglich die 10-Gang Automatik kann nicht wirklich überzeugen. Sie mag im Normalbetrieb dazu führen Sprit zu sparen, auf der Rennstrecke ist sie einfach „too much“ da man ständig auf der Suche nach dem richtigen Gang ist! 

Die Ergonomie ist in Ordnung, die Sitze ebenso, auch wenn ein wenig mehr Seitenhalt nicht schaden könnte.

Hinsichtlich Qualitätsanmutung und Haptik darf man nicht vergessen, dass man hier eigentlich in einem Auto sitzt, dass in den USA gerade mal 40.000 USD kostet und in Österreich durch sämtliche Steuern gut das Doppelte kostet. So gesehen  passt das Gesamtpaket eindeutig, auch für europäische Verhältnisse.

 

Die Rundenzeit von 2:16,5 kann man als flott bezeichnen und gefühlt waren die montierten FALKEN etwas überfordert. Es wäre interessant ob mit Michelins oder Pirellis die 2:15 zu knacken sind?

FAZIT:

Ein emotional ansprechendes Auto, das viel Spaß macht, auch auf der Rennstrecke. Sein Haupteinsatzgebiet ist aber sicherlich die kurvenreiche Land- oder Bergstraße, wo er, speziell in der offenen Variante, Dank tollem Motorsound und ausreichender Leistung, seine Stärken voll ausspielen kann und einem bei jedem Gas-Stoß ein Grinsen ins Gesicht zaubert.

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