HOTLAPS

PORSCHE 911 GT2 RS (2018)

KURZCHARAKTERISTIK

Der GT2 RS ist der schnellste Serien-Elfer aller Zeiten. Mit 6:47,3 Minuten auf der Nordschleife ist er aktuell der schnellste straßenzugelassene Sportwagen und die Messlatte bei den Supersportwagen.

 

TECHNIK

Motor / Zylinder / Hubraum: Benzin / B6 / 3.8 Liter

Nennleistung: 700 PS bei 7.000 rpm

Max. Drehmoment: 750 Nm ab 2.500 rpm

Motorbauart: Turbo-Motor

Antrieb / Getriebe: Heck / PDK 7 Gang-Schaltwippen

Leergewicht: 1.470 kg

Leistungsgewich: 2,1 kg/PS

Reifen: Dunlop Sport Maxx Race 2 20"/21"(V/H)

 

 

FAHRLEISTUNGEN (WERKSANGABEN)

Topspeed: 340 km/h

0-100 km/h: 2,8 sec

 

 

LISTENPREIS

ab EUR 367.000,--

 

 

 

 

TESTBEDINGUNGEN

Wetter: 25°, trocken

Wagenbesetzung Personen: 2

 

 

TESTWERTE

Rundenzeit Pannonia Ring: 2:03,3 min

Topspeed: 245 km/h

 

 

 

 

 

 

ABWEICHUNGEN ZUR SERIE

keine

PORSCHE 911 GT2 RS 

HOTLAP PANNONIA RING

MARKOS

STATEMENT

Mein Statement findet Ihr diesmal übrigens erstmalig auch auf Video im Anschluss an die Hotlap! Schreibt uns doch wie Ihr unser neues Video findet und vergesst nicht es zu liken ;-)

 

Auf diesen Hotlap-Kandidaten war ich natürlich schon extrem gespannt, denn nach dem Spyder 918 ist das bereits der zweite Rekordhalter den ich auf meiner Hausstrecke testen durfte.

Mit 6:47,3 auf der Nordschleifeist der GT2 RS der aktuell schnellste straßenzugelassene Sportwagen der Welt und gilt unter den Supersportwagen quasi als DIE Messlatte. Zu Recht!

Bei einem Fahrzeug, das solche Zeiten in den Asphalt brennt müssen die Ingenieure in Zuffenhausen und Weissach alles richtig gemacht haben, was man richtig machen kann und mein Statement ist daher kurz und bündig.

Das Fahrverhalten kommt einem Cup-Porsche mit Extrempower schon sehr nahe. Die 750Nm ab 2.500 U/min sorgen für gewaltigen Vorschub und die Traktion ist beeindruckend. Die Turbos arbeiten so perfekt, dass der Motor auf jede Gaspedalbewegung unmittelbar reagiert und sich wie ein „Saugmotor mit beeindruckendem Drehmoment“ anfühlt.

Man muss sich daher etwas umstellen, denn man kann durch das früh anliegende Drehmoment mit einem höheren Gang in die Kurve fahren, als gewohnt um dann mit voller Speed herauszukommen.  Das PDK ist sowieso über jede Kritik erhaben und wurde nochmals an die Performance des GT2 RS angepasst. Die Sitzergonomie ist gewohnt sehr gut und auch der Seitenhalt perfekt. In Kombination mit den 6-Punktgurten sind die Sportsitze optimal für die Rennstrecke, ohne unangenehm hart zu wirken. Die Porsche Ceramic Composite Bremsen (PCCB) kommen aus dem Motorsport, sind sehr gut dosierbar, verzögern dementsprechend hervorragend und wirken nie überfordert.

 

Leider waren auf dem getesteten GT2 RS werksseitig keine Michelin Cup2 R montiert. Die Dunlop Sport Maxx konnten die Leistung nicht 100%-ig auf den Boden bringen und ich gehe davon aus, dass das Fahrzeug mit  Cup2 R-Bereifung, einer spezieller GT2 RS-Spezifikation, eventuell sogar die 2 Minuten –Schallmauer durchbrochen hätte. Möglicherweise haben wir die Chance den Gt2 RS nochmals mit TOP-Bereifung zu testen.

 

FAZIT:

Der GT2 RS ist aktuell sicherlich das non plus ultra für die Rennstrecke, wenn man über das nötige Bankkonto verfügt, denn mit knapp EUR 400.000,-- spielt er auch preislich in der Oberliga. Wer sich darüber aber keine Gedanken machen muss, findet im GT2 RS ein, dank perfekt agierendem PSM auch für Nicht-Profis, extrem schnelles Tracktool, dass sich trotzdem auch durchaus relativ komfortabel zur Rennstrecke bewegen lässt und sich auch für den Sportwagen-Trip am Wochenende eignet. Ein Fahrzeug dieser Leistung erfordert aber natürlich trotz elektronischer Hilfssysteme eine kundige Hand, wenn man es am Limit bewegen möchte. Kurz gesagt: Porsche at it´s best!

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